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Private Debt

Wealth-Gelder fließen auf die Privatmärkte

Privatanleger präferieren semi-liquide Vehikel. Für Adams Street ebnen drei Treiber Wealth-Geldern den Zugang auf die Privatmärkte.

Weiterentwickelte Fondsstrukturen und neue Zugangskanäle ebnen Privatanleger den Zugang auf die Privatmärkte – dies ist ein Hauptergebnis des „Advisor Outlook“ von Adams Street. Hilfreich für den Zuwachs an Wealth Money in Beteiligungsfonds ist natürlich auch die Aufgeschlossenheit von Finanzberatern gegenüber Private Equity & Co.

Die Umfrage mit dem Titel „Private Markets Go Mainstream“ konstatiert drei Treiber für diese Entwicklung: Ein groß angelegter generationsübergreifender Vermögensübergang, dessen Umfang allein in den USA bis 2048 auf 124 Billionen Dollar geschätzt wird, soll die Präferenzen der Anleger verändern, da jüngere Anleger weniger Bedenken hinsichtlich Illiquidität und alternativer Renditequellen haben. Zweitens erweitern regulatorische Änderungen in Märkten wie den USA, der Europäischen Union und Großbritannien den Zugang. Und drittens senken die zunehmende Verbreitung von Strukturen wie Business Development Companies (BDCs) und semi-liquiden Evergreen-Fonds die Eintrittsbarrieren und beschleunigen die Akzeptanz durch Privatanleger.

„Private Märkte spielen eine immer wichtigere Rolle in den Portfolios von Privatanlegern, was für Finanzberater sowohl Chancen als auch Komplexität mit sich bringt“, so Michael Lucarelli, Partner im Bereich Wealth Management bei Adams Street Partners.

In der Ende 2025 durchgeführten Umfrage nennen 43 Prozent der mehr als 100 befragten Finanzberater die Maximierung des Ertrags als oberstes Anlageziel für 2026, während 35 Prozent der Steuereffizienz Priorität einräumen. Die Ertragsmaximierung dürfte jedoch konträr zu einem anderen wichtigen Ergebnis des Outlook stehen: 49 Prozent der Berater – und damit fünf Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr – betrachtet nämlich semi-liquide oder Evergreen-Fonds als die für Kunden am besten geeignete Strukturen.  Die Berater nannten den breiteren Kundenzugang und die einfache Portfoliokonstruktion als wesentliche Vorteile von semi-liquiden Vehikeln, räumten jedoch Kompromisse wie Liquiditätsbeschränkungen und potenziell geringere Renditeerwartungen im Vergleich zu traditionellen geschlossenen Fonds ein. Im Vergleich zu institutionellen Anlegern erfordern Privatanleger einen grundlegend anderen Ansatz, der stärker auf flexible Lösungen wie semi-liquide Fonds setzt.

Großanleger wie Altersvorsorgeeinrichtungen oder größere Family Offices dürften den Zuwachs an Wealth-Geldern auf den Private Markets aufmerksam verfolgen, insbesondere was NAV-Berechnungen und die Incentivierung ihrer Dienstleister betrifft.  Ausschließlich nachteilig muss der Zustrom an frischen Wealth-Geldern aber für seit längerem investierte professionelle Asset Owner nicht sein – zumindest unter der Annahme, dass der Zuwachs bei der Anzahl an Private Assets geringer ausfällt: Adams Street verweist auf Prognosen, dass sich das weltweit verwaltete Private-Equity-Vermögen von 5,8 Billionen Dollar Ende 2023 bis 2030 auf 11,8 Billionen Dollar verdoppeln wird – und ein Großteil dieses Wachstums werde voraussichtlich von Privatanlegern stammen.

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