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Anleger

Eine Schatzmeisterin für die Stiftung Niedersachsen

Die Kulturstiftung hat eine neue Schatzmeisterin. Eine ihrer Aufgaben ist es, der Inflation ein Schnippchen zu schlagen.

Kerstin Berghoff-Ising ist neue Schatzmeisterin der Stiftung Niedersachsen. Damit wird sie auch Mitglied des Verwaltungsrates. Der Senat der Stiftung wählte die 61-Jährige einstimmig für eine Amtszeit von fünf Jahren in das Ehrenamt, wie der Bundesverband Deutscher Stiftungen mitteilte.

Berghoff-Ising gehört im Hauptberuf seit 2014 dem Vorstand der Sparkasse Hannover an. In der Stiftung Niedersachsen folgt sie auf Jörg Waskönig, der das Amt ab 2012 innehatte und sich nun auf eigenen Wunsch aus den Gremien der Stiftung zurückzieht.

Berghoff-Ising ist seit 2025 Senatorin der Stiftung Niedersachsen. Als Schatzmeisterin übernimmt sie die Verantwortung für das Vermögensmanagement der Stiftung und den Erhalt des Stiftungskapitals.

In einem Kurzinterview machte Waskönig nun deutlich, dass der „Kampf mit der Inflation“ und damit der Werterhaltung des Stiftungsvermögens bei Amt von herausragender Bedeutung sei. „Als Schatzmeister ist es das oberste Ziel, das Stiftungskapital real zu erhalten.”

„Jörg Waskönig hat mit seinem Engagement in den vergangenen 14 Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Stiftung finanziell auf einem sicheren Fundament agieren kann“, erklärte Dr. Immo Querner, Präsident der Stiftung Niedersachsen, und merkt an, dass diesem langjährigen ehrenamtlichen Einsatz sein großer Dank gelte. „Ich gratuliere Kerstin Berghoff-Ising herzlich zur Wahl. Mit ihr gewinnen wir eine äußerst engagierte Persönlichkeit für die Aufgaben im Verwaltungsrat. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit”, so Querner, der seit dem vergangenen Jahr als Präsident der Stiftung Niedersachsen tätig ist.

Eine der größten Kulturförderer in Niedersachsen

Die Stiftung Niedersachsen ist die Kulturstiftung des Bundeslandes Niedersachsen. Mit einem jährlichen Fördervolumen von rund fünf Millionen Euro zählt sie sich zu den größten Kulturförderern Niedersachsens.

Die Kulturstiftung wurde 1987 auf Initiative des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht in Hannover und aus Mitteln des Verkaufs der Landesanteile an der Oldenburgischen Beteiligungsgesellschaft mbH (OBG) gegründet. Diese Mittel sollten in Form einer Stiftung langfristig zum Wohle Niedersachsens eingesetzt werden.

Heute verfügt die Stiftung über ein Stiftungskapital in Höhe von rund 57 Millionen Euro. Im Vermögen der Stiftung befinden sich darüber hinaus Kunstgegenstände und Sammlungen im Wert von rund acht Millionen Euro, die niedersächsischen Kultureinrichtungen als Dauerleihgaben zur Verfügung stehen.

Finanziell partizipiert die Stiftung zudem an der sogenannten niedersächsischen Glücksspielabgabe. Das Glücksspielgesetz dieses Bundeslandes sieht vor, dass die Stiftung jährlich mindestens vier Millionen Euro aus der Abgabe erhält.