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Anleger

Diese Standorte bieten die besten Voraussetzungen für eine skalierbare Vermögensverwaltung

Weltweit gibt es immer mehr Millionäre. Die Märkte mit dem höchsten Vermögensniveau sind nicht die attraktivsten für Vermögensverwaltung.

Singapur, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate sind die bedeutendsten Standorte im globalen Wealth Management. Das zeigt der nun erstmals veröffentlichte Wealth Management Index des Software- und IT-Spezialisten Avaloq, der 15 internationale Märkte anhand von mehr als 60 Indikatoren in fünf Kategorien vergleicht.

Der Index liefert einen relativen Maßstab für die strukturellen Rahmenbedingungen der Vermögensverwaltung. Singapur erreicht mit 86 von 100 möglichen Punkte den ersten Platz. Knapp dahinter folgen mit 83 Zählern die USA und die Emirate (72).

Die Bundesrepublik liegt in diesem Vergleich im Mittelfeld. Sie verbucht im Gesamtranking 46 Zähler und belegt damit den neunten Platz hinter den Niederlanden (54 Punkte) und vor Malaysia (45).

Gesamtwerte des Avaloq Wealth Management Index nach Markt

Quelle: Avaloq Wealth Management Index, 2025. Die Werte wurden auf einer Skala von 0 bis 100 normalisiert und vom höchsten zum niedrigsten Wert geordnet.

 

Im Juli hatte die Schweizer Großbank UBS ihre aktuelle Ausgabe des Global Wealth Report vorgestellt. Sie ist eine zuverlässige Quelle bei der Beurteilung der weltweiten Vermögensverteilung.

Insgesamt waren laut der UBS am Ende des vergangenen Jahres 23,63 Millionen US-Amerikaner Millionäre. China liegt mit 5,30 Millionen Millionären auf dem zweiten Platz. Dahinter folgen Japan (2,90 Millionen) und Deutschland (2,65 Millionen).

Diese Zahlen sollte man im Hinterkopf behalten. Denn mit Blick auf die Ergebnisse des Wealth Management Index heben die Studienmacher von Avaloq hervor, dass die Märkte mit dem höchsten Vermögensniveau nicht immer die strukturell attraktivsten für die Vermögensverwaltung seien.

Index sorgt für bessere Vergleichbarkeit der Standorte

Herkömmliche Kennzahlen wie Vermögenshöhe, Marktgröße und verwaltetes Vermögen vermitteln nach Einschätzung der Studienmacher nur ein unvollständiges Bild der Märkte für die Vermögensverwaltung. Zwar zeigen sie auf, wo Vermögen vorhanden ist, sie „bieten jedoch nur begrenzten Aufschluss darüber, wie effektiv übergeordnete Strukturen die Vermögensverwaltung unterstützen.“ Laut Avaloq bestehen „erhebliche Unterschiede zwischen der Verteilung des Vermögens und den Standorten, die die besten Voraussetzungen für eine skalierbare Vermögensverwaltung bieten“, wie es in der Zusammenfassung der Ergebnisse heißt.

Der Index von Avaloq basiert auf fünf Säulen. Dabei geht es um makroökonomische, finanzielle, demografische, regulatorische und digitale Dimensionen. Innerhalb jeder Säule stützt sich der Index auf spezifischere Indikatoren – von der Bereitschaft von Privatanlegern und der Inanspruchnahme von Anlegerschutzmaßnahmen bis hin zu digitalen Transaktionsaktivitäten, finanziellem Interesse, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und der operativen Abwicklung von Geschäften.

Führende Märkte zeichnen sich durch unterschiedliche Kombinationen von Stärken aus – von regulatorischer Stabilität und Finanzmarktreife bis hin zu Digitalisierung und demografischer Dynamik. Laut der Untersuchung können selbst Märkte mit ähnlichen Wirtschafts- und Vermögensprofilen für Vermögensverwalter sehr unterschiedliche operative Rahmenbedingungen bieten.

Dabei geht es um Unterschiede bei der Finanzmarktbeteiligung, der digitalen Interaktion, der demografischen Dynamik und den regulatorischen Bedingungen, wie einfach sich Dienstleistungen bereitstellen, annehmen und skalieren lassen. Folglich sei die Vermögenskonzentration allein oft nur ein unzureichender Indikator für das Marktpotenzial. Und hier setzt die Analyse an.

Der Avaloq Wealth Management Index bietet nach Angaben seiner Entwickler einen datengestützten Rahmen zur Bewertung der strukturellen Rahmenbedingungen von Märkten für die Vermögensverwaltung. Anstatt die Marktgröße oder die aktuelle Branchenleistung zu messen, konzentriert er sich auf Faktoren, die den Marktzugang, die Marktbeteiligung und die langfristige Skalierbarkeit bestimmen.

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