Die weltweite Zahl der Milliardäre ist im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf einen historischen Höchststand von 3.795 Personen gestiegen. Das zeigt die 13. Auflage des Billionaire Census des Datenspezialisten Altrata. Sie gewährt Einblicke, die man sonst – bestenfalls – häppchenweise aus Klatschzeitschriften gewinnen würde. So erfährt der Leser zum Beispiel, dass der durchschnittliche Milliardär 71 Jahre alt ist. Nur neun Prozent der Superreichen sind unter 50. Der Frauenanteil liegt bei gerade einmal 13 Prozent.
Die Mehrheit der Milliardäre hat ihr Vermögen selbst erwirtschaftet; nur acht Prozent haben es vollständig geerbt. Etwa 15 Prozent der Hochvermögenden besitzen einen Privatjet – fast dreimal so viele wie eine Luxusyacht. Sport und Philanthropie zählen zu ihren beliebtesten Hobbys.
Ein Gesamtvermögen von sagenhaften 15,1 Billionen US-Dollar
Ungeachtet komplexer geopolitischer Verhältnisse, volatiler Kapitalmärkte und rasanter technologischer Umbrüche – insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz – hat die Zahl der Milliardäre weltweit im Jahr 2025 einen historischen Höchststand erreicht, vermerkt Altrata. Das Gesamtvermögen der Milliardäre kletterte um 12,8 Prozent auf den Rekordwert von 15,1 Billionen US-Dollar – ein Betrag, der fast einem Viertel der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 entspricht.
Laut dem Billionaire Census machte die Gruppe der Milliardäre einen winzigen Anteil von 0,07 Prozent an den Personen mit einem Nettovermögen von mehr als fünf Millionen US-Dollar aus, während sie 13 Prozent des Gesamtvermögens dieser Gruppe besaß.
Nordamerika konnte 2025 seine Position als weltweit führende Region für Milliardäre festigen. Mit einem Anstieg der Zahl der Milliardäre um 11,6 Prozent übertraf die Region alle anderen und steigerte ihren Bestand auf 1.337 Personen. Das entspricht 35 Prozent des weltweiten Gesamtbestand.
Auch in Europa wuchs die Zahl der Milliardäre das zweite Jahr in Folge kräftig – um fast acht Prozent auf 1.081 Personen – ein Anteil von 28 Prozent am weltweiten Gesamtbestand. Asien ist die drittgrößte Region für Milliardäre. Sie verzeichnete einen Anstieg um 6,5 Prozent auf 881 Personen.
Investitionsboom im Bereich der Künstlichen Intelligenz
Die Quellen des Erfolges sind in Milliardärskreisen vielfältig. Laut Altrada war jedoch der KI-Investitionsboom ein wesentlicher Treiber für den weltweiten Vermögensaufbau. Unter den 150 börsennotierten Unternehmen weltweit, die am stärksten zum Vermögen von Milliardären beitragen, schnitten jene, die signifikant in KI investierten, im Zeitraum 2024/25 beim Wachstum der Marktkapitalisierung um 23 Prozent besser ab als Unternehmen ohne entsprechende Investitionen.
Im vergangenen Jahr verfügten die 29 reichsten Menschen der Welt – jeder mit einem Vermögen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar – über ein Gesamtvermögen von 4,1 Billionen US-Dollar; dies entspricht 27 Prozent des gesamten Milliardärsvermögens. Dieser Anteil ist sprunghaft angestiegen – von lediglich 7,2 Prozent im Jahr 2017, als zehn Milliardäre über ein Portfolio von mehr als 50 Milliarden US-Dollar verfügten. Starke Kursschwankungen bei Technologieaktien mit KI-Bezug – und damit einhergehend Schwankungen der Vermögen einzelner Milliardäre – werden laut der Untersuchung auch in den kommenden Jahren ein Merkmal der globalen Märkte bleiben.